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Strecke

 

1. Tag: Sonntag, 2. Mai 2010 BERLIN - LEIPZIG


"Wir wollen nach ROM!"


Die Stimmung war euphorisch, voller Emotionen und Tatendrang: Nach einer gelungenen Auftaktveranstaltung im Berliner Hotel Estrel am 01. Mai fiel am Sonntag, 2. Mai  um 10.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein der Startschuss für den NCL Charity Run. Beflügelt von den Klängen des Pianisten Dr. Marks und des renommierten Geigers, Dr. Paraschkevov, den besten Wünschen vom Stiftungsgründer Dr. Frank Husemann, Prof. Heidemarie Neitzel von der Charité und Günther Bergs, Teilnehmer und Lauftherapeut.,  starteten die 23 Ultrasportler mit einem Autokorso, begleitet von einem Ferrari und einem Lamborghini, in Richtung Leipzig zum ersten Etappenziel. Auch Jamal Zarkari - Botschafter der Demokratischen Republik Sahara - und Markus Pauzenberger - Vertreter des Landes Berlin und Abgeordneter im Abgeordnetenhaus von Berlin - verabschiedeten die Läufer am Charitéplatz.


BU: Empfang in der Lutherstadt Wittenberg

Dr. Frank Husemann, selbst begeisterter Marathonläufer, liess es sich nicht nehmen, die Sportler auf den ersten Kilometern zu begleiten. Die Strecke führte durch blühende Frühlingslandschaften durch Sachsen nach Leipzig. Um 17.30 Uhr begrüßten der Leipziger Sportbürgermeister, Heiko Rosenthal, Dr. Frank Stehr von der NCL-Stiftung und Prof. Storch von der TU Dresden die Läufer im Marriott Hotel. Gestärkt und motiviert von den vielen Glückwünschen, leckeren Häppchen und erfrischenden Getränken ging es dann weiter Richtung Auensee, wo der LC Auensee seine Sporthalle als Unterkunft  zur Verfügung stellte und Old Table (OT 403) das Abendbrot sponserte. Glücklich und zufrieden fielen alle in einen tiefen Schlaf und sammelten neue Kraft für die nächste Etappe.

Heute wurden die ersten 189,5 Kilometer zurückgelegt.


2. Tag - Montag, 3. Mai 2010 - Leipzig - Erfurt - Coburg

Das regnerische Wetter schadete der Stimmung nicht. Fröhlich und hochmotiviert starteten die Läufer pünktlich um 8.30 Uhr in Leipzig vor der Sporthalle am Auensee ihren zweiten Lauftag.  Bei einem Zwischenstopp um 11.00 Uhr in Erfurt empfingen der Erfurter Sportdezernent, Dietrich Hagemann  und Jürgen Worms, Centermanager des Thüringen Parks Erfurt, die Läufer. Sportler vom Erfurter LAC begleiteten die Ultra-Läufer anschließend für einen Teil des Weges, signalisierten damit ihre Unterstützung für den Lauf für den guten Zweck.

Danach ging es durch den Thüringer Wald weiter nach Lützelbuch in Coburg. Der zweite Bürgermeister Norbert Tessmer freute sich, die Läufer in seiner Stadt begrüßen zu können . Er sagte: „Öffentliche Aktionen wie der Spendenlauf sind es, die die finanzielle Grundlage schaffen, um die Erforschung von NCL erfolgreich vorwärts zu bringen. Sprechen doch vielfältige Veranstaltungen ein unterschiedliches Publikum an. Namens der Stadt Coburg freue ich mich, dass der Charity-Run auch in Coburg Etappenstation macht. Die Stadt Coburg heißt die Läufer herzlich willkommen.“ 

Heute wurden 242,5 Kilometer zurückgelegt - 432 km insgesamt.

 


 

Tag 3 – Dienstag, 4. Mai 2010 - Coburg – Nürnberg – Regensburg

„Der Saal ist nur für besondere Gäste – ihr Läufer, der Bundespräsident – in der Reihenfolge“

Die Mitglieder vom LV Lützelbuch waren spitze – nicht nur, dass sie das Läuferfeld am Montagabend  empfingen, sie begleiteten die Ultraläufer am nächsten Morgen auch ein Stück des Weges aus der Stadt herausdurch die Fränkische Schweiz  Richtung  Nürnberg.

In der für ihre Lebkuchen bekannten Stadt  empfing Horst Förther, 2. Bürgermeister von Nürnberg, einen Teil der Truppe um 11:30 Uhr vor dem City Point Nürnberg. Nachdem Bürgermeister Förther, neben Centermanagerin Sonja Pichler und Charity-Run Projektleiterin  Sandra Mische  eine kurze Rede gehalten hatte, vertiefte er sich anschließend in ein Gespräch mit jedem einzelnen Läufer. Viele Nürnberger blieben spontan stehen, informierten sich über den Lauf, die Krankheit und die Stiftung. 

 

BU: Nürnbergs 2. Bürgermeister Horst Förther und Dr. Holger Finkernagel mit einigen Läufern vor dem City Point Nürnberg.

 

Ein atemberaubender Empfang dann in Regensburg:   Angeheizt von den Sambarhythmen der 17-köpfigen Trommler  von SARARA  erreichten die Läufer das 6. Etappenziel  – aufgrund einer Umleitung eine halbe Stunde später als erwartet – die Spannung unter den Zuschauern stieg, aus welcher Richtung die Läufer denn wohl eintreffen.  Nieselregen und Temperaturen von nur rund 8 Grad trübten die Stimmung nicht. Die Läufer kamen locker, ausgelassen und zufrieden an ihrem 6. Etappenziel an. „Es macht einfach Spaß, dabei zu sein“, so die einhellige Meinung der Ultrasportler.

 

BU:  Angeheizt von den Sambarhythmen der 17-köpfigen Trommler  von SARARA  erreichten die Läufer das 6. Etappenziel

Einer von ihnen – Günther Bergs (53), Lauftherapeut aus Glanbrücken – sticht ganz besonders heraus. Er bereitet sich auf den längsten Nonstoplauf Deutschlands am Pfingstwochenende vor: Von der Ruhr-Quelle (Winterberg) flussabwärts zum Rheinorange (Duisburg)  – 230 Kilometer nonstop entlang der Ruhr. Als „Training“ läuft Günther Bergs  jeden Tag mehr als einen Marathon – mal 43, mal 46 und mal 48 Kilometer am Tag.

Zurück zu Regensburg: Der 2. Bürgermeister Gerhard Weber empfing die Läufer im „Reichstagssaal“ im Alten Rathaus. „Der Saal ist nur für besondere Gäste – ihr Läufer, der Bundespräsident – in der Reihenfolge“, so der 2. Bürgermeister schmunzelnd. Nach einer Führung durch das schöne Regensburger Rathaus machten sich die Läufer auf den Weg zum Courtyard Regensburg, in der Nähe des historischen Zentrums von Regensburg, das zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde.

 


BU: v.li.: Lauf-Initiator Dr. Holger Finkernagel und seine Frau Ulrike Finkernagel, Dr. Frank Stehr (NCL-Stiftung) Arne Klehn, GM Courtyard Regensburg.

 Dort wurden sie von General Manager Arne Klehn mit einem umwerfenden Büffet mit Live Cooking Pasta Station, sowie Suppen, Salaten und Sandwiches für die Mühen des zurückliegenden Tages belohnt.

Heute wurden 256 Kilometer zurückgelegt - 688 Kilometer insgesamt.


4.Tag  – Mittwoch, 5. Mai 2010 – Regensburg – Ingolstadt – Bad Tölz

258,5 Kilometer mit den Laufschuhen auf Du und Du

Der Start um 8:00 Uhr  klappte wieder  reibungslos, die erwartungsfrohe Schar, begleitet von der Seniorengruppe des LLC  Regensburg Marathon,  machte sich auf den Weg Richtung Ingolstadt. Der Applaus und das rhythmisches Getrommel des vergangenen Tages noch in den Ohren, wirkten wie Beschleuniger und nach einigen Kilometern mussten die Läufer die Euphoriebremse treten, „sonst schaffen wir das heute nicht“. 

BU: Ein Teil der Läufer vor dem Rathaus in Bad Tölz

Bereits um 9 Uhr empfing Dr. Ursula Becker, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes, die Läufer in Ingolstadt. Nach einer sehr gut vorbereiteten Rede über die Krankheit NCL, die Stiftung und den Lauf, gab sie vor dem Rathaus den Startschuss zum nächsten Etappenziel:  Bad Tölz.

Die insgesamt 1.900 Kilometer lange Strecke von Berlin nach Rom führt durch kleine Dörfer, Täler und Wälder, entlang an kleinen Bächen, Seen und größeren Flüssen. Heute geht es über Haunwöhr, Knoglersfreude,  Hagau, Osterfeldsiedlung, Neuschwetzingen, Karlshuld, Grasheim, Ludwigsmoos,  Klingsmoos, Pöttmes, Wagesenberg, Handzell, Mandlach,  Gundelsdorf, Petersdorf, Weichenberg, Katzenthal,  Affing, Aulzhausen,  Miedering, Derching, Lechhausen,  Augsburg, Hügelshart, Rinnenthal, Rehrosbach, Eurasburg, Hergertswiesen, Freienried, Höfa, Odelzhausen, Lukka,  Ebertshausen, Oberwinden, Hilpertsried, Einsbach, Hopfenau, Lauterbach, Priel, Eisolzried, Bergkirchen, Feldgeding, Allach nach München. Und dann weiter über Gaiselgasteig, Grünwald, Straßlach, Hailafing, Deining, Egling, Oberegling, Ascholding, Tattenkofen, Einöd, Bairawies, Mühlmastl, Unterleiten, Roßwies, und  Walgerfranz. Immer wieder werden die Läufer unterwegs angesprochen. Sie informieren, tauschen Visitenkarten aus, reißen Witze.  „Das mitzuerleben ist wundervoll“, so die einhellige Meinung der Läufer, die darüber die körperlichen Strapazen und den Nieselregen vergessen.

In Bad Tölz empfing Bürgermeister Josef Janker die Läufer im Stadtmuseum.  Die Teddys, die zugunsten der NCL-Stiftung verkauft werden, fanden hier reißenden Absatz. Abends wurden die Läufer von Mitgliedern der Jungen Union mit Schnitzeln und Kartoffelsalat verwöhnt. NeuroKom Isarwinkel stellte den Sportlern anschließend Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung.

 

 

 BU: Ein Teil der Läufer im Stadtmuseum  von Bad Tölz.

Das Fazit des Tages: Die Läufer spüren die große körperliche Anstrengung, freuen sich über die wunderschönen Empfänge in den Städten und sind begeistert von der Strecke.

258,5 Kilometer wurden heute zurückgelegt  – 946,5 Kilometer insgesamt


5. Tag –  Donnerstag, 6. Mai 2010 – Bad Tölz – Seefeld/Tirol – Brixen – Bozen - Trento

„Wer morgens verknittert aufwacht, hat den ganzen Tag die Möglichkeit sich zu entfalten“

…das war das Motto des Tages. Freudige Nachricht schon am frühen Morgen – Petra Banus aus Holland ist zum ersten Mal Oma geworden und wartet auf das 2. Mal. Ihre beiden Töchter liegen/lagen zeitgleich in den Wehen. Das Babyglück bestaunen wird sie erst in der nächsten Woche - die  Lauftruppe wartet.

BU: Frisch gebackene Oma: Petra Banus (re.)

Eine Erkältungswelle macht auch vor den Läufern nicht Halt. Bei Dauerregen starteten sie dennoch zielstrebig um 7 Uhr . Heute werden die Alpen in Angriff genommen und am Brenner überquert.  Dabei ging es durchs Isartal über Wallgau, Mittenwald, Seefeld durch das Inntal nach Innsbruck. Von dort über Matrei zum Brenner.  „Der Brenner selbst war sehr einfach, der Anstieg war allerdings sehr steil und beschwerlich, ein schmaler, schlammiger Fußweg – dazu Kälte und Regen“, so die einhellige Meinung der Läufer.  Dabei immer vor Augen: Das nächste Etappenziel. 

Seefeld  in Tirol , rund 20 Kilometer westlich von Innsbruck und rund zehn Kilometer von der deutschen Grenze entfernt ist umgeben vom Mieminger, Wetterstein- und Karwendelgebirge. Seefeld zählt zu den größten Tourismusorten in Tirol  und ist vor allem als Wintersportort beliebt. Hier wurden die Läufer um 13:00 Uhr von Vizebürgermeister Magister Josef Kneisl am Café Nanni am Dorfplatz 24  empfangen.

Und weiter ging es durch Südtirol entlang der Eisack nach Brixen, zum nächsten Etappenziel:

Brixen, etwa 40 Kilometer nördlich von Bozen und 45 Kilometer südlich des Brennerpasses am Zusammenfluss von Eisack und Rienz gelegen, ist Partnerstadt von Regensburg.  Um 12.30 Uhr hieß die Brixener  Sportstadträtin Dr. Magdalena Amhof – die jüngste Stadträtin die Brixen je hatte - die Läufer im wunderschönen Rathaus willkommen. Sie informierte die Sportler ausführlich über die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Altstadterneuerung der erstmals 901 n. Chr. als „Prihsna“ in einer Schenkungsurkunde – ausgestellt von Ludwig IV das Kind, dem letzten Karolinger -  erwähnten Stadt. In der historischen Altstadt befindet sich der Brixner Dom und der angrenzende Kreuzgang, die Hofburg (der ehemaligen Fürstbischöfe), das Priesterseminar, die beiden Laubengassen, das Mutterhaus der Brixner Tertiarschwestern, das Klarissenkloster, das Kapuzinerkloster und die Pfarrkirche. Vor allem im Bereich Tourismus sieht Magdalena Amhof in den nächsten Jahren Handlungsbedarf. Gern wären die Läufer länger im sonnigen, von Bergen umgebenden Brixen geblieben – aber der Zeitplan ließ keine Verschnaufpause zu.

 


 BU: Das Rathaus von Brixen - hier wurden die Läufer von Sportstadträtin Dr. Magdalena Amhof empfangen.

 


BU: Empfang in Brixen mit Sportstadträtin Dr. Magdalena Amhof

 

Das nächste Etappenziel heißt Bozen: Die Südtiroler Landeshauptstadt  liegt im Süden der Alpen und im Norden Italiens, inmitten von einmalig schönen Naturlandschaften. Im Osten begrenzen die Dolomiten den Blick, im Süden geht es hinaus ins Schlösserparadies Überetsch, im Westen liegen die märchenhaften Lärchenwiesen des Tschögglberges und im Norden das urige Sarntal. "Für mich ist Bozen ein Berg, der sich in eine Stadt verwandelt hat. Sobald du dich bewegst, ändert er sein Aussehen. Du fährst fort und das Profil wird ein anderes, du kommst zurück und entdeckst immer neue Seiten. Er spricht unterschiedliche Sprachen. Er ist im Grunde ein Schauspieler, bezaubernd und widersprüchlich, abweisend und anziehend, warmherzig und kalt" – so wirbt die Stadt auf ihrer Homepage mit einem Zitat von Reinhold Messmer für sich.

BU: Der Bozener Dom - davor eine frühlingshafte Blumenpracht.

Um 14.30 Uhr empfing der Präsident des Verkehrsamtes Bozen, Pierangelo Duzzi, die Läufer im Cafe Walthers. Hungrig und begeistert machten sie sich über Risotto mit grünem und weißem Spargel her. Gastfreundschaft wurde hier ganz besonders groß geschrieben – jeder Läufer enthielt ein Geschenk mit Spezialitäten aus der Region:  Speck, Brot, Apfelstrudel, Schüttelbrot und ein Kochbuch mit Delikatessen aus der Gegend. Und schon hieß es wieder Abschied nehmen vom  „Tor zu den Dolomiten“.  


BU: Pierangelo Duzzi, Präsident des Verkehrsamtes Bozen, der holländische Läufer Gerard, der an jedem Etappenziel einen Brief seines Bürgermeisters an den jeweils hiesigen überreichte , Dr. Agosti, die Direktorin des Verkehrsamtes und Miriam Canestrino, Mitarbeiterin des Amtes (v.li.)

 

Das nächste Etappenziel hießTrient, (italienisch Trento), die Hauptstadt des Trentino und der autonomen Region Trentino-Südtirol. Nach Angaben der Wirtschaftszeitung Il Sore 24 Ore war Trient 2007 die Stadt mit der höchsten Lebensqualität in Italien (2006: Platz 4). Begleitet von einem Poizeikorso, liefen die Sportler  in die von Bergen umgebene Stadt,  55 km südlich von Bozen und  100 km nördlich von Verona ein. Mit dabei: Bruno Oss, Vertreter von Athletica Trento, ein Verein, dessen Mitglieder auch zu Marathon-Läufen nach Berlin und in andere deutsche Städte kommen – Laufen verbindet eben – wie sich immer wieder zeigt..

BU: Einlauf in Trento mit einem Vertreter von Athletico Trento (weiße Jacke)

Der Stadtrat von Trento, Renato Tomasi, empfing die Läufer um 17:45 Uhr  zusammen mit Dr. Katia  Beatrici. Mit einem charmanten Schmunzeln auf den Lippen begrüßte Tomasi die Läufer und entschuldigte sich: „Ich hatte die Sonne bestellt, aber der Kellner hat mich wohl falsch verstanden“. Und wurde dann sehr persönlich:  „Es ist wichtig, dass es Menschen mit so einem großen Herz wie Sie gibt“.  Ulrike Finkernagel erwiderte: „Es ist auch wichtig, dass es Politiker wie Sie gibt, die uns unterstützen“. „Wir ergänzen uns wohl gut“ – so die einhellige Meinung.

BU: Empfang der Läufer in Trento.

Zum Abendessen lud das Rote Kreuz die Läufer zu Fussili mit Oliven-Tomatensoße, Bohnen, Äpfeln, Brot und Käse ein. Dann fielen alle müde aber glücklich in der Robert Steiner-Turnhalle in ihre Federn.  Beseelt von dem Gedanken:  „Wer morgens verknittert aufwacht, hat den ganzen Tag die Möglichkeit sich zu entfalten“

308,5 Kilometer wurden heute zurückgelegt – 1255 Kilometer insgesamt

 

 


6. Tag - Freitag,  7. Mai 2010    Trento – Verona – Bologna – Florenz  

Sightseeing in Verona, Bologna und Florenz – zumindest im Vorbeilaufen


BU: Ein Teil der Läufer läuft am Etappenziel Verona ein - direkt vorbei an der Arena in Verona


Verona, das 13. Etappenziel, stand mittags auf dem Programm. Die vor allem für ihre gut erhaltene und in das heutige Stadtbild integrierte Arena bekannte Stadt, liegt an der Etsch, etwa 59 Meter über dem Meeresspiegel am Übergang der Brenner-Linie in die Poebene.  Von der Bedeutung Veronas als politischem und wirtschaftlichem Zentrum zeugen heute noch etliche Monumente, angefangen von der Arena bis zum Römischen Theater, vom Gavi-Bogen bis zum Stadttor Porta Borsari, von dem Grabungsgebiet der Porta Leoni bis zu den Scavi Scaligeri.

BU: Empfang in Verona

Mitglieder von Associazione Straverona – ein Verein, der jedes Jahr einen Lauf in Verona organisiert – trafen sich vor den Stadtgrenzen mit den Läufern und begleiteten sie in die Stadt. Die italienischen Läufer hatten sich dazu eine besondere Strecke ausgesucht, um die Läufer an möglichst vielen Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt vorbeizuführen. Dazu gehörten die Piazza de la Arsenale, die Ponte Scaligero, die mit Zinnen bekrönte Festungsbrücke  - ein architektonisches Meisterwerk. Auch am Corso Cavour kamen sie vorbei, wo viele sehenswerte Paläste stehen. Das ehemalige Stadttor Porta dei Borsari, das nach dem Amphitheater am besten erhaltene römische Monument und die Piazza delle Erbe, Marktplatz und Versammlungsort der mittelalterlichen Stadtrepublik, umgeben von historischen Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten, gehörten zu der Sightseeingtour im Lauftempo. Ebenso die  weltbekannte Arena, in der alljährlich die Opernfestspiele von Verona stattfinden. Weiter ging es bis zur Treppe vom Palazzo Bra’, wo Stadtrat Bertacco die Sportler empfing und ihnen einen Wimpel der Stadt überreichte. „Verona ist wunderschön, edel, mit vielen kleinen Gassen“, so der Eindruck der Läufer.

 

BU: Empfang mit dem Stadtrat von Verona  Bertacco

14. Etappenziel: Bologna, am Fuße des Apennin zwischen den Flüssen Reno und  Savena. Wahrzeichen der Stadt sind die zwei Türme, der „Torre Garisenda“ und der „Torre degli Asinelli“. Um 1300 erbaut, war letzterer mit seiner Höhe von 94,5 m für 133 Jahre das höchste Gebäude Europas (danach Stephansdom zu Wien). Die beiden Türme sind mit wenigen anderen die letzten Überbleibsel von rund 180 Geschlechtertürmen des mittelalterlichen Bologna, die im 19. Jahrhundert zum Großteil geschleift wurden. Als Zentrum der Stadt gilt die Piazza Maggiore mit dem Neptunbrunnen und der Basilika „San Petronio“. Aber auch hier galt: "Zum Sightseeing fehlt die Zeit - wir laufen schließlich für den guten Zweck."

 

BU: Empfang in Bologna im Krankenhaus Maggiori

In der Universitätsstadt Bologna  wurden die  Läufer von der kommissarischen Bürgermeisterin Dr. Anna Maria Cancellieri, dem Krankenhausdirektor Massimo Annicchiarico, Mitgliedern des örtlichen Laufvereins und Ärzten, die bereits Kontakte zu an NCL erkrankten Kindern hatten, im Krankenhaus Osepedale Maggiore empfangen. „Ein sehr warmer, herzlicher Empfang“, so die Läufer. Sie wurden an den Stadtgrenzen von Polizisten auf Motorrädern abgeholt und nach dem Empfang auch ein Stück hinausbegleitet – leider bei Regen.

BU: Bologna

Und weiter ging es über das Appennin-Gebirge nach Florenz. Florenz - italienisch Firenze am Fluss Arno gelegen, der durch die Altstadt fließt.  Auch hier wurden die Sportler bereits vor den Stadttoren von Motorrädern abgeholt und später auch wieder hinausbegleitet. Die Sportler liefen am Palazzo Vecchio an der Piaza della Signoria ein. Der Palazzo stellte den Mittelpunkt der weltlichen Macht im Florenz des 14. Jahrhundert dar. Florenz,  Hauptstadt der Toskana, ist aufgrund seiner kulturellen Bedeutung – insbesondere für die Bildende Kunst – schon seit dem 19. Jahrhundert auch als das „italienische Athen“ bekannt. Zeit, die Kultur zu entdecken, gab es allerdings nicht.

 

BU: Einlauf in Florenz

Um 17.30 Uhr empfing Herr Scino, Vizepräsident der Gemeindeversammlung, die Läufer im Rathaus und überreichte ihnen ein Stadtwappen und eine alte florentinische Münze – den Fiorini – ein Geschenk, das Ehrengästen zu Teil wird.

 

BU: Herr Scino, Vizepräsident der Gemeindeversammlung überreicht NCL-Stiftungs-Projektmitarbeiterin Raffaela Palamidessi Fares das florentinische Stadtwappen und eine Münze.

Die Stadt Florenz lud die Läufer zu Lasagne, Nudeln, Salat und Wein ein. Dann wartete eine Übernachtungsunterkunft der ganz ungewöhnlichen Art auf die Läufer:  Eine Schwimmhalle – ein großes Gebäude, das auch einen Geräteraum beinhaltete „da haben wir alle super geschlafen“, so die einhellige Meinung der Läufer, die gestern bereits zum zweiten Mal Geburtstag feierten. Nachdem Wolfgang Hofmanns Wiegenfest am Mittwoch begangen wurde, ließen sie heute Georg Gardill aus Murdersbach hochleben. 

 

433 Kilometer wurden heute zurückgelegt – 1688 Kilometer insgesamt


 

7. Tag - Samstag,    8. Mai 2010 - Florenz Siena – Viterbo –  Rom

Von Florenz ging es durch die landschaftlich reizvolle Toscana zuerst nach Siena. Um 10.30 Uhr empfing Sport-Stadtrat Prof. Massimo Bianchi die Läufer im Rathaus der wunderschönen Stadt. Kurz darauf begrüßte Viterbos Bürgermeister Giulio Moriini eine Gruppe der Läufer und bereitete ihnen einen herzlichen Empfang im Rathaus.

Am späten Nachmittag war es dann so weit: Ein Großteil der Läufer erreichte die Metropole ROM. Begrüßt wurden sie von ca. 20 Läufern der Vereinigung Podistica Solidarieta. Nachdem sich alle begrüßt und von ihrer Anfahrt etwas erholt haben, luden  die Römer zu einem Sightseeing-Lauf ein alle Läufer waren begeistert. Vorbei an der Engelskirche und dem Petersplatz erreichten sie nach einer knappen Stunde beseelt von den Eindrücken des Laufes die Sporthalle. Dort wartetet ein Festmahl auf sie.

Und auch heute barg derTag eine Überraschung : Die Frau von Dr. Ingo Heiskel – dem mit 72 Jahren ältesten Teilnehmer – und die Lebensgefährtin von Jörg Anhuth kamen überraschend aus Deutschland angereist.

 


BU: Einlauf in Siena

 

BU: Viele Wege führen nach Rom - für die Läufer vom NCL Charity Run dauerte der Weg acht Tage und maß eine Strecke von 2.024,5 Kilometern.

 

331 Kilometer wurden heute zurückgelegt –  2019 Killometer insgesamt


8. Tag - Sonntag,  9. Mai 2010 Rom

Geschafft !!!!

Um 9 Uhr gab der Gesandte der Deutschen Botschaft, Friedrich Däubler, den Startschuss für das letzte Etappenziel: Das Kinderkrrankenhaus Bambin Gesu an der Piazza Sant'onofrio. Däubler sagte:

" Unter dem Motto -Laufen um zu Leben- beenden die hier am Start befindlichen Läuferinnen und Läufer heute nach 2.024,5 Kilometern den NCL Charity Run von Berlin nach Rom. Auf Ihrem Weg hierher wurden Sie von vielen Joggern, Spaziergängern oder Radfahrern begleitet. Wie jetzt hier zum Abschluß in Rom wurden Sie bei Ihren Zwischenstationen von zahlreichen interessierten Zuschauern empfangen.
Viele dieser Menschen haben dank Ihrer Strapazen zum ersten Mal von der seltenen Kinderkrankheit NCL gehört und sind auf die damit verbundenen Herausforderungen aufmerksam geworden. Damit haben Sie einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen diese heimtückische Erkrankung geleistet. Sie haben Öffentlichkeit hergestellt. Alle Läufer, die bisher an dieser Veranstaltung teilgenommen haben und heute noch teilnehmen, helfen somit, Spenden für weitere Aufklärungsarbeit und Forschung zu sammeln.  Dies ist, wie ich finde, eine hervorragende Leistung und verdient höchste Anerkennung. Denn es geht um nicht weniger, als den betroffenen Kindern zu einem hoffnungsvolleren Leben zu verhelfen. Am Ende führte Sie alle - im wahrsten Sinne des Wortes - auch dieser Weg nach Rom. Ich habe großen Respekt vor Ihrem Engagement, wünsche Ihnen einen
erfolgreichen Abschluss auf dieser letzten Teilstrecke des NCL Charity Run und für die Zukunft weiterhin viel Erfolg."



Überglücklich fielen sich Läufer, Fahrer und Oraganisatoren um den Hals, als sie dann um 11 Uhr das Krankenhaus erreichten und mit Medaillen und Urkunden geehrt wurden.


 

 

 

BU: Zielankunft in Rom mit den Läufern der Vereinigung Podistica Solidarieta Rom

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BU: Ehrung der Läufer Dr. Holger Finkernagel (li.), Cornelia Wagener(2.v.li), Birgitt Wittig und Hans Banus (ganz rechts) mit ihrem Fahrer und Supporter Nils Finknernagel (2. v. r.)


Um 12 Uhr ging es dann zum gemeinsamen Besuch der Papstmesse im Petersdom.
Dort sagte Papst Benedikt XVI.: "Ein herzliches „Grüß Gott" sage ich allen Gläubigen und Besuchern deutscher Sprache. Besonders grüße ich heute die Teilnehmer und Unterstützer des Etappen-Laufs NCL Charity Run von Berlin nach Rom zugunsten von Kindern, die an der unheilbaren Stoffwechselkrankheit NCL leiden. – In der Osterzeit lädt uns das Gebet Regina cæli ein, uns mit Maria über die Auferstehung ihres Sohnes zu freuen und sie um ihre Fürbitte anzurufen. „Bitt Gott für uns, Maria": So dürfen wir gerade im Marienmonat Mai unsere Anliegen der Gottesmutter anvertrauen, und dies will ich in besonderer Weise tun, wenn ich diese Woche während meiner Apostolischen Reise nach Portugal als Pilger nach Fatima komme. Maria begleite uns und unsere Lieben mit ihrer mütterlichen Fürsprache."

 

5,5 Kilometer wurden heute zurückgelegt - 2024,5 Kilometer insgesamt.

NCL Charity Run 

02. - 09. Mai 2010 von Berlin nach Rom

LAUFEN UM ZU LEBEN - 1.900 Km für den guten Zweck